Nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat, zur Ehre Gottes. (Röm 15,17)

Gemeinde

St. Johannes heute:

Mitmachen oder zuschauen ?

Die Zeiten sind vorbei, da man es sich leisten konnte, sich einfach „beseelsorgern“ zu lassen.

Messdiener der Gemeinde

Messdiener der Gemeinde

Wenn Jesus zu seinen Jüngern sagte: „Gehet hin …“, so heißt das in die heutige Zeit übertragen für uns, hingehen und mitarbeiten in der Gemeinde, mitdenken, mitplanen, mitsorgen. Gemeinde im Stil der Zeit bildet sich nicht durch „stille Teilhaber“, sondern vielmehr durch christliches Engagement.

Dieses ist in unserer Johannesgemeinde sehr ausgeprägt. Viele Christen übernehmen die verschiedensten ehrenamtlichen Aufgaben in der Gemeinde.

Woher hat denn der einzelne Christ seinen Glauben? Aus der Heiligen Schrift? Viele Christen haben sie nicht einmal im Haus. – Aus dem Religionsunterricht? Was wissen wir denn noch davon? – Woher hat also der Christ seinen Glauben, einen Glauben, der ihm über Jahre und Krisen hinweg auch heute noch eine Lebenshilfe bedeutet? – Zunächst sicher von seiner Familie, dann aber aus dem direkten Kontakt mit seiner Gemeinde, die sich Sonntag für Sonntag zum Gottesdienst zusammenfindet. Mit lebendigen Gemeinden steht und fällt der Glaube der nachrückenden Generation.

Was ist eine lebendige Gemeinde? – Ein Pfarrer, der seine Sache gut macht? Ein Chor, der Gottesdienste musikalisch mitgestaltet? Eine liturgisch geschulte Gruppe von Lektoren und Vorbetern? – Sicher hat das alles seine Bedeutung, aber alles zusammen ergibt noch nicht die Atmosphäre, die uns heute zur Stärkung unseres Glaubens verhilft. Es muß mehr zusammenkommen als nur der perfekte Dienst einiger „Hauptamtlicher“. Es muß zu spüren sein, daß sich Menschen aller Schichten und Gruppierungen zusammenfinden und mit ihrem Einsatz dasselbe wollen: das Wort und die Wirklichkeit Gottes erfahren und durch ihr Mitwirken deutlich werden lassen.

Dieses Mitwirken vieler gläubiger Christen in einer Gemeinde beginnt schon bei der Vorbereitung der Gottesdienste, bei der Formulierung der Predigt, bei der Erstellung zeitbezogener Gebetstexte, bei der Auswahl und Einführung neuer Kirchenlieder. Es setzt sich fort in den verschiedenen Diensten, die während des Gottesdienstes übernommen werden: die Lesung aus der Bibel, das Vortragen der Fürbitten, das Einsammeln der Opfergaben, die Mithilfe beim Austeilen der Heiligen Kommunion und gelegentlich das Verteilen von Informationsmaterial.

Von elementarer Bedeutung für lebendige Gemeinden sind aber die Familien, die den Gottesdienst als ihren Gottesdienst ansehen und ihn durch engagiertes Hören, Beten, Singen und durch die Teilnahme am Herrenmahl tragen.

„Als Lernort des Lebens ist die Familie zugleich Lernort des Glaubens. An der Hand ihrer Eltern erfahren die Kinder, daß sie dem Leben trauen dürfen. (…) Wer sich angenommen weiß, der kann „ja“ zu sich selbst sagen und zu anderen, „ja“ zu Gott.“

(Bischof Franz Kamphaus, Brief zur österlichen Bußzeit 1996).

Letzte Lagerrunde

Letzte Lagerrunde

Was wäre aber eine gottesdienstfeiernde Gemeinde ohne caritatives Engagement für die Menschen im Stadtteil? Caritativer Dienst, die Sorge für die Menschen in ihren vielfältigen Nöten und Fragen zählt, gleich wie der Gottesdienst, zum wesentlichen Tun einer Gemeinde. Die Liturgie, das Bekenntnis des Glaubens und der caritative Dienst sind nach dem II. Vatikanischen Konzil gleichermaßen die wichtigsten Grunddienste einer christlichen Gemeinde. In den vergangenen Jahren sind wir in St. Johannes Apostel wichtige Schritte auf dem Weg hin zu einer Sozialpastoral gegangen. Das große Engagement der Mitarbeiter der Aktion Gemeindenetz, die Einrichtung der „Allgemeinen Lebensberatung St. Johannes Apostel“, die Gründung des Vereins „CARITAS der Gemeinde“ eine Sozialpastoral in Verbindung mit dem Caritasverband Frankfurt für unseren Stadtteil sind sehr erfreuliche Entwicklungen in St. Johannes Apostel. Hier wird ansatzhaft deutlich, was wir im Gottesdienst der Gemeinde beten: „Öffne unsere Augen für jede Not. Gib uns das rechte Wort, wenn Menschen Trost und Rat suchen. Hilf uns zur rechten Tat, wo Menschen uns brauchen. Laß uns denken und handeln nach dem Wort und Beispiel Christi.“ So sind die Gruppierungen unserer Pfarrgemeinde St. Johannes Apostel praktische Ausprägungen jenes Glaubens, in dessen Mittelpunkt das Wort unseres Pfarrpatrons steht:

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben!“ (Joh 10, 10).

Die Arbeit des Pfarrgemeinderates gliedert sich in Aufgabenbereiche. Die Verantwortlichen bzw. Leiter der Ausschüsse und Gruppierungen bemühen sich in Teamarbeit um die Planung, Organisation und Durchführung der vielfältigen Aufgaben unserer Pfarrgemeinde. Die vielen Sachgebiete der Aktivitäten sind zu sehen im Organigramm der Gemeinde St. Johannes Apostel.

Gruppen in der Gemeinde: 

Bernd Mühlberger